Die Idee

Die Idee zum Buch kam erst etwas später.

Zunächst war da der Wunsch, meinem HD-geplagten Lou noch mehr helfen zu können.

Lou’s HD war nicht offensichtlich. Im Frühjahr 2010 hatte Lou einen merkwürdigen Anfall. Es war kurzzeitig nicht klar, ob er die Nacht überleben würde. Nach einer langen Tierarzt-Odyssee, wo zunächst eine Vergiftung, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Epilepsie im Raum standen, wurde klar, dass Lou Neosporose hatte und zusätzlich eine mittelschwere Hüftgelenksdysplasie, die zu Verspannungen im Rückenbereich geführt hat.
Diese Hüftgelenksdysplasie war erst jetzt, im Alter, zu Tage getreten. Ich machte mir große Vorwürfe, hatte ich doch mit Lou Hundesport betrieben und war sogar auf Turnieren gestartet. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass er HD haben könnte, sein Gangbild war immer einwandfrei und Beagles sind nicht unbedingt prädestiniert für diese Krankheit.
Doch eigentlich machte es Sinn: unkontrollierte Vermehrung und keine idealen Aufzuchtbedingungen schienen bei Lou’s Herkunft ziemlich wahrscheinlich. Wir hatten ihn zwar aus zweiter Hand übernommen, aber Recherchen zu seiner “Zuchtstätte” angestellt.

Ich war mit Lou also bei einer Tierärztin, die auf Physiotherapie und Osteopathie spzialisiert ist, und stellte ihn, wie auch meine Selbstzweifel vor. Weiterhin besuchten wir regelmäßig eine befreundete Physiotherapeutin. Beide konnten meine Zweifel ausräumen, denn Lous Bemuskelung hätte die HD wohl absolut abgefangen, d.h. die Dogdance-Elemente und die Art, wie ich sie beigebracht hatte, hätten sich ihren Meinungen nach, positiv auf den Verlauf der HD ausgewirkt. Ich hätte Lous HD durch das Dogdance nicht verschlimmert, sondern durch das gezielte Training unterschiedlichster Muskelpartien abgedämpft. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen.

Ganz besonders nach der Physiotherapie, die immer mit ein paar Stabilisierungsübungen endete, sagte Lous Lieblingsphysiotherapeutin Gabi, dass Dogdance-Hunde einfach so toll bemuskelt wären. Und so war sie es, die mich darauf brachte, in dieser Richtung weiter zu denken. Ganz herzlichen Dank hierfür, Gabi!

Da ich beruflich wegzog, mir eine neue Therapeutin für Lou suchen musste, und ich einfach nicht richtig zufrieden war, stellte ich selbst Recherchen an und bildete mich zum gezielten Muskelaufbau fort. Ich besuchte verschiedene Seminare und wälzte Fachliteratur. Und natürlich notierte ich mir Wichtiges.

Den Aufbau der Dogdance-Tricks hatte ich sowieso im Kopf. Und immer wieder dachte ich daran, die Ideen zum gezielten Muskeltraining weiterzugeben.
Und dann war da die Homepage des Kynos-Verlages, ein Verlag den ich wegen der qualität seiner Bücher sehr schätzte. Bestünde überhaupt Interesse? Ich grübelte, tippte dann doch ein Exposé und wartete. Ich musste nicht lange warten….. 😉

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